Chronik


Von der Gründung 1929 bis zum 2. Weltkrieg

Im Jahre 1927 wurde die Pfarrei Aschach mit dem jungen Pfarrer Josef Geiger neu besetzt. Er kam bald zu der Meinung, dass die Dorfjugend, besonders die "jungen Burschen", eine Führung benötigten und sie in einem Verein organisiert werden sollten.

In der Gastwirtschaft Bebhard setzte er sich Ende Dezember 1929 mit den Burschen zusammen, um über eine Vereinsgründung zu diskutieren. Die anwesenden Burschen und Männer aus Aschach, Raigering, Krumbach und Immenstetten beschlossen anschließend die Gründung des "Katholischen Burschenvereins der Pfarrei Aschach". Dem Verein traten 24 ordentliche und 19 außerordentliche Mitglieder bei. Zum ersten Vorstand wurde Egid Schlaffer, zum Präses Pfarrer Geiger gewählt.

In der Generalversammlung am 2. Febr. 1930 wurde der Beitrag für ordentliche Mitglieder auf 30 Pfennige, für außerordentliche auf 1.50 Mark festgesetzt. Jedes Mitglied musste das Verbandsblatt des Landesverbandes der kath. Burschenvereine beziehen. Die Monatsversummlungen wurden, vor allem in den Wintermonaten, gut besucht. Nach dem offiziellen Teil wurden Witze erzählt und Lieder gesungen. Beinahe monatlich sind Neuaufnahmen von Mitglieder zu registrieren. Bald wurden Einladungen zu den Festen und Veranstaltungen von Nachbarvereinen wahrgenommen. Obwohl der Präses, Pfr. Geiger, nicht dafür war wurde am 1. Jan. 1931 die erste Christbaumfeier durchgeführt, wobei auch kleine Theateraufführungen vorgesehen waren.

Zur Weiterbildung wurden Vorträge, vor allem zur Geschichte der Umgebung zu religiösen der landwirtschaftlichen Themen abgehalten. Das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Kameradschaft standen im Mittelpunkt aller Aktivitäten.

Der erste Höhepunkt der jungen Vereinsgeschichte war die Fahnenweihe im Juni 1932. Bereits drei Jahre nach Gründung konnte sich der Verein eine Burschenfahne anschaffen, die in der Taubstummenanstalt in Michlfeld angefertigt wurde. Diese Fahne wurde von Präses Josef Geiger am Dreifaltigkeitssonntag 1932 feierlich eingeweiht. Zu diesem Fest, das nach der Weihe im alten Wirtsgarten abgehalten wurde, waren die Vereine der Pfarrei Aschach sowie einige katholische Burschenvereine des Landkreises erschienen.

Aber bereits wenige Jahre später, 1936, musste der aufstrebende Verein wegen der politischen Situation in Deutschland seine Vereinstätigkeit offiziell einstellen. Trotz aller Wirren in der Zeit des Nationalsozialismus und des 2. Weltkrieges blieb der Verein "ideell" bestehen und konnte die Burschenfahne erhalten.




Wiedergründung am 26. Mai 1947

Bei der Zusammenkunft am Pfingstmontag 1947 traten flgende 29 Männer als ordentliche Mitglieder bei:

Egid Biehler, Anton Scharl, Josef Scharl, Egid Schlaffer, Johann Scheffman, Jakob Schäffer, Heinrich Pemp, Theo Daller, Werner Sauerzweig, Johann Schlaffer, Martin Weiß, Georg Winkler, Karl Schwab, Josef Eichermüller, Johann Hofmann, Georg Simon, Michael Auer, Martin Scheffmann, Christian Preißl, Johann Preißl, Josef Simon, Josef Seidl, Philipp Seidl, Albert Scharl, Anton Kopf, Willi Riß, Konrad Hofmann, Florian Nübler, Konrad Winkler, Albert Eichermüller.

Bei der Versammlung am 20. Juli 1947 wurde eine Satzung aufgestellt.

"In den Unwägbarkeiten der Nachkriegszeit führte der Burschenverein ein ruhiges Dasein und trat wenig in Erscheinung. Bei festlichen Gelegenheiten, z.B. an Fronleichnam, marschierte er mit Fahne und zeigte dadurch, dass er doch noch am Leben war." (Protokollbuch)

Mit anderthalb Jahren Verspätung wurde am 10. Febr. 1952 im Schulzimmer Aschach wieder eine Vorstandschaft, mit Josef Seidl an der Spitze, gewählt. Hier wurde auch festgestellt, dass bisher noch kein Vereinsbeitrag eingebracht wurde; dieser wurde nun auf 1 DM festgelegt.

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